Was sagt uns die katholische Kirche über die AfD?

Auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung  in der Stadt Bensberg veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz  im März dieses Jahres ein Dokument, in dem Entscheidungen zu verschiedenen Themen getroffen wurden,[1] unter anderem zur Alternative für Deutschland (AfD). Was wir uns ursprünglich fragen, ist, ob Christen/Innen die AfD wählen sollten oder nicht. Vorab muss ich gestehen, dass meine Antwort auf diese Frage auch ohne die Erklärung der Bischofskonferenz ein klares Nein wäre.

Dementgegen kenne ich einige Leute – auch in meinem Bekanntenkreis -, die mehr oder weniger offen denken und behaupten, dass die AfD die einzige für Christen wählbare Partei ist. Das bedeutet, sie drehen die Frage der Wählbarkeit entgegen der Entscheidung der Bischofskonferenz um. “Wir erleben zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass Konservative gemeinsame Sache mit Rechtsradikalen in einer Partei machen. Das ist auch das Beunruhigende”[2].

Als Vorsitzender der Bischofskonferenz erklärte Kardinal Reinhard Marx:

“Mit Blick auf die aktuellen politischen Debatten bin ich überzeugt, dass wir jede Auseinandersetzung inhaltlich führen müssen. Es gibt natürlich eine legitime Bandbreite des politischen Engagements, aber es existieren auch Grenzen, wo wir als Christen sagen: Da sind rote Linien. Als Beispiel nenne ich Ausländerfeindlichkeit, Verunglimpfung anderer Religionsgemeinschaften, die Überhöhung der eigenen Nation, Rassismus, Antisemitismus, Gleichgültigkeit gegenüber der Armut in der Welt, aber auch eine abschätzige oder feindselige Art und Weise miteinander zu reden. Wo grob vereinfacht wird, wo Parolen zur Feindschaft beitragen – da kann ein Christ nicht dabei sein. Letztlich bestimmen die Parteien durch Personen und Programme ihre Nähe zur Kirche. Natürlich lebt politische Diskussion gerade in Wahlkampfzeiten auch von Zuspitzung. Aber es ist klar: Wir als Christen dürfen nicht den Stil von Scharfmachern und Fundamentalisten übernehmen. Erfolg muss sich messen lassen an Sachlichkeit und Respekt”.

Ohne Zweifel ist das eine klare und treffende Charakterisierung der Partei.

“Wir haben auch über die gegenwärtigen populistischen Tendenzen in unserem Land gesprochen. Immer wieder kommt die Frage auf, ob man die AfD wählen kann oder nicht. Es geht uns nicht um eine Stigmatisierung der AfD. Aber wir distanzieren uns klar vom populistischen Vorgehen und vielen inhaltlichen Haltungen der Partei, die in Wahlprogrammen und öffentlichen Äußerungen deutlich werden. Die deutschen Bischöfe betonen ihr Bekenntnis zur repräsentativen Demokratie des Grundgesetzes, zur Menschenwürde in all ihren Dimensionen (nicht nur beim Lebensschutz, auch bei der Flüchtlingsfrage), zur Religions- und Weltanschauungsfreiheit, zur sozialen Marktwirtschaft, zu Inklusion und Solidarität mit den Schwachen, zum Zusammenhang zwischen Freiheit und Verantwortung. Wir unterstreichen die Notwendigkeit eines fairen, respektvollen und ehrlichen demokratischen Diskurses”.

Ja, die VerteIdiger der AfD können sagen was sie wollen, die Partei ist aber populistisch, und zwar rechtspopulistisch. Jetzt haben wir das sogar amtlich. Genauer gesagt: lehramtlich.

Zum Thema Lebenschutz möchte ich eine Studie der Universität Münster kurz zitieren: “Die AfD tritt zwar für die Unterstützung eines traditionellen Familienbildes und für den Schutz des ungeborenen Lebens ein. Diese Anliegen werden jedoch einem vorrangig bevölkerungspolitischen Interesse zugeordnet: Deutsche sollen zur Familiengründung angeregt, deutsche Familien und Kinder sollen gefördert werden, während in der Asyl-, Einwanderungs- und Integrationspolitik völlige Abschottung gefordert wird. Eine solche bevölkerungspolitische Verzweckung der Familie widerspricht (trotz mancher ähnlich klingender Einzelaussagen) sowohl dem katholischen Familienverständnis als auch dem Eintreten für einen umfassenden Lebensschutz”[3].

“Eine solche bevölkerungspolitische Verzweckung der Familie widerspricht dem katholischen Verständnis von Familie und Lebensschutz”[4]. Eine Moderatorin von RT Deutsch (ehemals Russia Today) fragt Petry mal: “Sie wurden ausgeladen vom Katholikentag. Stört es Sie eigentlich, wenn Sie ja eigentlich die Christlichen Werte verteidigen?”[5]. Im Grunde genommen resultiert die Verteidigung durch die Partei, die sich “Familienpolitik und Lebensschutz auf ihre Fahnen geschrieben hat”, nicht dem Schutz des ungeborenen Lebens, sondern aus bevölkerungspolitischen Gründen[6].

“In aller Klarheit: Mit einer christlichen Perspektive ist politisches Agieren nicht vereinbar, das vom Schüren von Fremdenfeindlichkeit, von Ängsten gegen Überfremdung, von einseitiger Betonung nationaler Interessen, einem nationalistisches Kulturverständnis, Religionsfreiheit unter dem Vorbehalt staatlicher Kontrolle oder der grundsätzlichen Infragestellung der repräsentativen Demokratie lebt. Wir lehnen eine politische Einseitigkeit ab, die Antworten auf drängende Fragen in einer globalisierten Welt stets so gibt, dass es auf Abschottung und Rückkehr in längst vergangene Zeiten hinausläuft, die vermeintlich Sicherheit gewährleisten”.

Die Kraft dieser Aussagen geht über die deutschen Grenzen hinaus. Angewendet auf alle rechtspopulistischen Bewegungen in der Welt und in der Geschichte. Man kann sich bei den Bischöfen für diese Klarheit bedanken. So üben sie ihr Amt aus, wenn sie als Hirten uns Gläubigen über die Inkompatibilität des Vorgehens und inhaltliche Haltungen der AfD mit dem Christentum unterrichten, so sehr sich die Partei auch als Verteidiger der Abendlandes, der Familie und des nicht geborenen deutschen Lebens präsentieren möchte. Ich befürchte, dass viele Christen in die Falle des Populismus tappen.

Eine Dame, an die ich den Text geschickt hatte (aus einer Gruppe, in der ich früher mal drin war) schrieb kurz und knapp: “Also ich finde, das gehört nicht als Thema Im eine Bischofskonferenz!!”. Na ja, ich denke schon. “Das kirchliche Lehramt entwickelte sich in der Kirchengeschichte in Zusammenhang mit dem Bischofsamt”[7].

“Die Kirche darf uns nicht sagen, dass wir eine bestimmte politische Partei wählen sollen, weil diese Partei die Katholiken repräsentieren würde”. Und das tun die Hirten nicht. Aber es ist Recht und Pflicht der Bischöfe, in Ausübung ihres Lehramtes zu warnen: “Die Kirche kann und muss sich aber sehr klar und deutlich positionieren, wenn eine Partei gegen fundamentale christliche Werte wesentlich verstößt. Das ist zweifelsfrei der Fall der AfD.”[8]

Wir “dürfen im Namen einer falsch verstandenen Toleranz eben nicht die Intoleranten verteidigen, sie nicht legitimieren, als ob sie eine ganz gewöhnliche politische Partei wären. Das sind sie nicht.”[9]  Rechtspopulistische intolerante Parteien sind kein geringes Übel. Die sind eher ein großes Übel. Ich frage mich: Wo bleibt die leidenschaftliche “Liebe zum Pluralismus, den die Freiheit mit sich bringt”[10], wenn man nicht leidenschaftlich Freiheit, Toleranz, Demokratie, Vielfalt und Pluralismus verteidigt?


[1] Pressebericht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, anlässlich der Pressekonferenz zum Abschluss der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 9. März 2017 in Bensberg 

Die folgenden Zitate ohne Angabe der Publikation beziehen sich auf diesen Aufastz. Insobesondere auf die Nummer 8: “Aktuelle politische Entwicklungen und Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts”.

[5] Vgl. “Schwarzbuch der AfD”, Correctiv.org, Seite 191.

[7] Kirchliches Lehramt auf Wikipedia.

[10] Vgl. Escrivá, Gespräche, Nr. 98 und viele anderen Stellen.

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Das Opus Dei und die AfD (2)

Weil ich denke, reden bzw. schreiben besser ist als schweigen, habe ich am 4. März 2016 den Artikel Distanziere Dich! veröffentlicht. Dort verteidigte ich das Opus Dei vor… ich würde sagen verteidigen vor sich selbst. Ein paar Tage vorher hatte ich – zum selben Thema – den Artikel AfD y el Opus Dei – Una aclaración auf Spanisch veröffentlicht, was mir ein Like bzw ein Herz des Accounts des Opus Dei – Spanien gebracht hat[1].  Also, ich kann nicht so falsch liegen 🙂

Ich habe Distanziere Dich! geschrieben und veröffentlicht, nachdem ich eine Mail zum Artikel Dürfen die Bischöfe sich in den Wahlkampf einmischen? von Michael Schneider-Flagmeyer an die Leitung des Opus Dei in Deutschland am 22 . Februar geschickt habe.

Die Antwort der deutschen Opus Dei- Leitung kam am 9. März und war lakonisch: “die Aussage (ist) korrekt. Also kein Handlungsbedarf besteht/bestand”. Mit anderen Worten, was Michael Schneider-Flagmeyer (eine Art selbsternannter Laienprediger) in dem gegen die Bischöfe geschriebenen Artikel ist – nach der Meinung der Pressestelle des Opus Dei in Deutschland – “korrekt”.

Das gibt mir sehr, aber sehr viel zu denken. Ich habe gehofft, dass es inteligente und mutige Leute im Opus Dei  Deutschland gibt, die  der AfD und Pegida die Stirn bieten. Ich bin tief enttäuscht… Ich betrachte eher als Missbrauch, die Lehre des Opus Dei für die Interessen der AfD auszunutzen.

Die AfD gibt sich als sehr christlich und als Verteidigerin der christlichen Werte aus. Oft sucht sie Kirchen als Kulisse für ihre Demos, wie in Erfurt. So will sie zeigen, dass sie die christliche Identität Deutschlands und Europas gegen “Kulturfremden” oder “Invasoren” verteidigen will.

Na ja, Papst Franziskus hat klar, deutlich und wiederholt erklärt, dass sich die christliche Identität Europas gerade in dem Willen äußert,  anderen Menschen – den Flüchtlingen – zu helfen.  Ja, die Fürsorge für Flüchtlinge ist also Teil unserer christlichen Identität, und das ohne Ausnahme. Erzbischof Marx erklärt klar und deutlich: “Unsere christliche Identität wäre in Gefahr, wenn wir den Flüchtlingen nicht helfen würden”[2].

Ich würde sagen: nicht die Flüchtlinge bedrohen unsere christliche Identität, sie wäre in Gefahr wenn wir unsere Mitmenschen, unsere Brüder und Schwester nicht helfen würden und zwar unabhängig davon, dass sie Christenmenschen sind oder nicht. “Ich träume von einem Europa, in dem das Migrantsein kein Verbrechen ist, sondern vielmehr eine Einladung zu einem größeren Einsatz mit der Würde der ganzen menschlichen Person”[3].

Ja, in der Aufnahme des bis jetzt Fremden “haben wir den tiefen Sinn des Christentums, der nicht darin liegt, Macht zu erobern oder eine Partei zu gründen. Denn in dem Moment, in dem das Christentum sich als ein Teil innerhalb des Ganzen positioniert, gerät es in Kontrast zu anderen, macht also Gegner aus. Doch die Aufgabe des Christentums heute besteht nicht darin, die eigenen Feinde zu definieren, sondern der Menschheit zu dienen”[4].

Franziskus bei der Verleihung des europäischen Karlpreis: “die europäische Identität ist und war immer eine dynamische und multikulturelle Identität”[5]. Ja es ist “richtig, dass gerade Papst Franziskus und die deutschen Bischöfe so vehement für die Menschenwürde und die Offenheit gegenüber den Flüchtlingen eintreten und auch in diesem Sinne römisch-katholisch sind”[6]

Erzbischof Schick erklärt: “Die Würde und die Rechte jedes Menschen müssen unabhängig von Rasse, Herkunft, Hautfarbe und Religion anerkannt werden. Die Feindesliebe gehört genauso dazu wie das ständige Bemühen, sich zu versöhnen, eine versöhnte und friedliche Gesellschaft zu bilden. Oder die Seligpreisungen: dass man barmherzig gegenüber jedem ist und dass man auch die Fremden aufnimmt, die in Not sind. Jesus identifiziert sich selbst mit den Heimatlosen. Christliches Abendland heißt: in Europa das, was das Evangelium beinhaltet, leben und in die Tat umsetzen” [7].

Erzischof Koch bemerkt: “Es kann auch ein Ausdruck von Barmherzigkeit sein, unmissverständlich und eindeutig zu reden und deutlich zu machen, wo Grenzen sind, die wir nicht überschreiten werden, etwa im Hinblick auf die Würde eines jeden Menschen, auch des Flüchtlings”. Ja, das sollten wir unbedingt tun gegenüber der AfD und ihren Anhänger und Sympathisanten!

Wenn mehrere Bischöfe uns erklären, dass die AfD für Katholiken nicht wählbar ist, dann höre ich auf die Kirche. Zum Thema AfD sagte Kardinal Marx: “Mir macht insgesamt Sorgen, dass der Rechtspopulismus bei uns immer weiter um sich greift”[8]. Ja, mir auch. Und ich finde sehr traurig, wie weit der Rechtspopulismus in Deutschland gekommen ist: Nämlich in die Mitte der Gesellschaft. Schweigen ist nicht angesagt…! Eine Unterlassung ist in unserer Zeit nicht klug, sondern eher schädlich.

Am 24. April ist das bekannte Video Kardinals Woelki erschienen, wo er klar und deutlich über die AfD spricht. Brauchen wir mehr Lehramt…? Die Wörte und Taten Schicks, Kochs, Neymeyrs, und vor allem Marx’ sind Woelkis Erklärung vorangegangen. Am 25. April, also nach der Rede Kardinals Woelki, habe ich noch eine freundliche Mail an die Herren der Pressestelle des Opus Dei  Deutschland (über die Asesoría, der Dienstweg sozusagen) geschickt und keine Antwort bekommen.

Wenn ich die Aussagen der AfD mit der katholischen Lehre konfrontiere, ist es mir klar, dass beide widersprüchlich, inkompatibel und absolut gegensätzlich sind. Beim besten Willen hätte ich mir nie vorgestellt, dass Leute, die ich kenne und schätze, von denen ich denke, sie sollten fest im Glauben stehen, mal AfD-Sympathisanten werden würden[9]. Sind aus den papsttreuen Rechtgläubigen Rechtsgläubige geworden?[10] Ich kann die Liebe für ein autoritäres Gesellschaftsmodell wie das der AfD nicht verstehen. Die Flucht in eine Parallelwelt, wo alle gleich denken und die Streitkultur keinen Platz hat, ist mir auch sehr schwer zu begreifen.

Die “Ziele und Parolen der fremden- und islamfeindlichen Organisation (hat) nichts mit christlicher Nächstenliebe zu tun”[11]. In seiner Botschaft vom 24. April  stellt Kardinal Woelki fest[12]: “Wer Muslime, so wie die AfD-Parteispitze, verunglimpft, der sollte sich klar machen, dass Gebetshäuser und Moscheen hier genauso durch das Grundgesetz geschützt sind wie unsere Kirchen und Kapellen”. Ja, so ist das. “Eine ganze Religion, ja, eine der großen Weltreligionen wird hier in gehässiger Absicht an den Pranger gestellt”. “Ein Blick in das Grundgesetz hätte gereicht, um festzustellen, dass in Deutschland Religionsfreiheit gelte. So dürfe niemand, weder Christen noch Muslime, aufgrund seines Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden”[13].

Ja, die Religionsfreiheit – von der das Zweite Vaticanum uns anspricht und ermütigt sie zu verteidigen – gilt für alle. Nicht nur für Christen: “Das Recht auf religiöse Freiheit sei in Wahrheit auf die Würde der menschlichen Person selbst gegründet”[14]. Und weiter: “Dieses Recht der menschlichen Person auf religiöse Freiheit muss in der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft so anerkannt werden, daß es zum bürgerlichen Recht wird”. Das ist ungefähr, was Kardinal Woelki und im vergangenen April eben sagte.

Erzbischof Schick versichert: “Wir haben Religionsfreiheit. Sie ist im Grundgesetz verankert. Menschen müssen ihre Religion leben und auch entsprechende Gotteshäuser bauen können. Religion bedeutet Beziehung zu Gott, der auch im interreligiösen Dialog immer tiefer erkannt wird. Gott ist der eine, der alle Menschen liebt und verbindet, der Gemeinschaft schafft, der Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung für alle weltweit will. Dieser Gott soll im christlichen Abendland bestimmen”[15]

Das Konzil erklärt auch: “Es ist eine offene Tatsache, dass alle Völker immer mehr eine Einheit werden, dass Menschen verschiedener Kultur und Religion enger miteinander in Beziehung kommen und dass das Bewusstsein der eigenen Verantwortlichkeit im Wachsen begriffen ist. Damit nun friedliche Beziehungen und Eintracht in der Menschheit entstehen und gefestigt werden, ist es erforderlich, dass überall auf Erden die Religionsfreiheit einen wirksamen Rechtsschutz genießt und dass die höchsten Pflichten und Rechte des Menschen, ihr religiöses Leben in der Gesellschaft in Freiheit zu gestalten, wohl beachtet werden”[16]. Für mich ist das absolut klar.

Wenn aber eine Partei sich dem Ethnopluralismus anschließt (“jedes Volk bzw. jede Rasse soll möglichst homogen bleiben”[17].” Jedes  Volk (hat) das Recht, seine Gesellschaft von fremden Einflüssen freizuhalten[18]), kann nur die Lehre der Katholischen Kirche und ihr Universalismus ablehnen. Ja, ich frage mich, ob etwas unkatholischer und/oder unchristlicher sein kann als eine Ideologie, wonach die “Herkunftsdeutschen” sich nicht mit anderen Völkern mischen sollen[19]? Ich denke kaum. Übrigens, das Opus Dei in Deutschland lebt von Ausländern/innen, die das Werk in fremden Ländern kennengelernt haben. So ist für mich die Haltung noch unverständiglicher[20].

Vor Jahren habe ich an den Blog Kirchenrecht mitgearbeitet. Vor kurzem habe ich den Blog noch mal gelesen. Vor allem ein Artikel ist mir aufgefallen. Im ersten Kapitel des Artikels des Prälaten Klaus-Martin Becker[21]: Eine Evangelisierung mit Zukunft – Die Personalprälaturen als reale Chance[22] aus dem Jahr 2007 “Die große Herausforderung” klagt Becker schon damals: “nach Istanbul und Ankara ist Berlin inzwischen die drittgrößte Türkenstadt”. Er bedauert die “Entchristlichung unserer Gesellschaft (und) einem beschleunigten Schwund der Christen zu rechnen. Gleichzeitig ist abzusehen, daß unter den Ungetauften die Gruppe der Muslime gewaltig wächst.” Er spricht von einer “ganz besondere(n) Reproduktionsdynamik” und zitiert als Beleg den Autor der Zeitschrift “Neue Ordnung” Hans-Peter Raddatz[23]. Der Begriff “Reproduktionsdynamik” erinnert mich an AfD Höckes “Ausbreitungstyp”.

Was für merkwürdige Thesen. Tja… wenn das kein Nährboden für die AfD war. Von nichts kommt nichts. Wenn ich daran denke, dass in meinem Zentrum in Bonn das erste Sarrazin-Buch kurz nach seinem Erscheinen gesehen habe[24]. Um sich zu informieren, wurde mir erklärt… Ich nenne es lieber eine “Ausweitung der Formulierungszone”[25].

Weiter Prälat Becker: “Parallel dazu vergleiche man die Zuwanderungszahlen: 1973 waren in Deutschland ca 3 Millionen Ausländer, 1990 waren es mehr als 5 Millionen, 1995 bereits 7 und im Jahre 2000 über 8 Millionen. Innerhalb von einem etwa 25 Jahren ist damit der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung von 5 auf 10% angewachsen, Tendenz steigend.” Komisch, ich dachte, die katholische Kirche sei universell. Katholisch bedeutet universell. Und nicht national. Die Ausländer seien kein Problem für die katholische Kirche. Solche Aussagen sind Vorboten der These der “Umvolkung” oder “Umstrukturierung der Gesellschaft”.

Zurück zum Thema Islam, mir scheint es so, dass viele “gute Katholiken” die Erklärung Nostra Aetate über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen überhaupt nicht kennen oder kennen wollen. Ich glaube nicht, dass die Nächste Liebe lediglich für die christlichgetauften Menschen gilt. Noch weniger nur für die deutschen Staatsangehörigen “Liebe deinen Nächsten, sagt die Heilige Schriftt, und nicht Liebe Deinen Stamm”[26]. Als ob wir getauften die guten wären und die anderen sollen draußen bleiben. Nein, alle Menschen – Christen oder Nichtchristen – sind Träger der Grundrechte.

Auf der anderen Seite, wir Christen sind wachsam gegenüber jedem Unrecht. Wir schauen nicht weg. Wir sind empathisch. Keine Empathie zu haben ist das Gegenteil von Christsein”. Christen bleiben aufmerksam und helfen denjenigen, die sich in Schwierigkeiten befindet. Daran werden wir als Christen erkannt. Lieber eine Globalisierung der Nächstenliebe, wovon Papst Franziskus kritisiert als eine Globalisierung der Indifferenz[27].

Es kann nicht sein, dass “vor allem der Blick auf Gräueltaten von Muslimen gerichtet werden soll (…) dass verfolgte Christen mit dem Grenzübertritt nach Europa von Rechtsgläubigen pauschal unter das Feinbild ‘Asylant’ fallen”[28]. Es kann auch nicht sein, dass ich als IS -Sympathisantin bezeichnet werde, weil ich den Islam mit dem islamischem Terrorismus nicht gleich setze.

Die Kirche darf uns nicht sagen, dass wir eine bestimmte politische Partei wählen sollen, weil diese Partei die Katholiken/Innen repräsentieren würde. Die Kirche kann und muss aber sehr klar und deutlich sich positionieren, wenn eine Partei gegen fundamentale christliche Werte, wesentlich verstößt. Das ist zweifelsfrei der Fall der AfD[29].

Eben weil die Freiheit, die Vielfalt, der Pluralismus und die Toleranz alle Werte sind, die für den Gründer des Opus Dei unglaublich wichtig waren, dürfen wir im Namen einer falsch verstandenen Toleranz eben nicht die Intoleranten verteidigen, sie nicht legitimieren, als ob sie eine ganz gewöhnliche politische Partei wären. Das sind sie nicht.

Rechtspopulistische intolerante Parteien sind kein geringes Übel. Die sind eher ein großes Übel. Ich frage mich: Wo ist die leidenschftliche “Liebe zum Pluralismus, den die Freiheit mit sich bringt”[30] geblieben ist, wenn man nicht leidenschaftlich Freiheit, Toleranz, Demokratie, Vielfalt und Pluralismus verteidigt?

1941 fuhr der Gründer des Opus Dei mit dem Taxi durch Madrid und unterhielt sich mit dem Taxifahrer. Es waren bewegte Zeiten für Europa. Der II. Weltkrieg tobte. Seit 1936 herschte in Spanien Franco (bis 1975). Also keine Demokratie im Sicht, Jahrzehnte vor dem II. Vatikanum. Escrivá sprach mit dem Taxifahrer und bedauerte den Bürgerkrieg in Spanien (1936-1939) und den damaligen Hass zwischen Geschwistern.

Er meinte, dass es vernünftig ist, dass jeder seine Meinung äußert: “Zum Beispiel, wenn Sie eine bestimmte Meinung zu einem Thema habem, und andere eine andere Meinung haben. Sprechen wir uns aus und wenn Sie mich davon überzeugen, werde ich auch ihre Meinung teilen. Wenn wir uns nicht gegenseitig überzeugen, denken wir weiter, was wir gedacht haben, wir respektieren uns gegenseitig und leben im heiligen Frieden”.

Der Fahrer hörte zu und fragte: “Sind Sie in Madrid während des Bürgerkrieges geblieben, als die Stadt von den republikanischen Truppen besetzt wurde?”. Escrivá antwortete mit einem Ja. Der Taxifahrer sagte: “Schade, dass sie Sie nicht getötet haben!”.

Ich will nicht Komplize des Taxifahrers werden. Ich möchte nicht schweigen, wenn der Taxifahrer seinen Mund voller Hass öffnet. Diese Empathielosigkeit und dieser eklatante Mangel an Nächstenliebe[31], die Indifferenz gegenüber den anderen Menschen reizt mich, zu sprechen und zu schreiben. Ich würde gegenüber dem Taxifahrer auf keinem Fall stumm bleiben. Wehe mir, wenn ich nicht rede! Nein, diese Einstellung ist nicht “korrekt” und wird durch den Pluralismus nicht gedeckt.


[3] Paptsrede bei der Verleihung des Karlpreis.  Die Papst-Ansprache im Wortlaut: Was ist mit dir los, Europa? 

[4] Papstinterview in La Croix. Übersetzung ins Deutsch aus „Franziskus umsegelt Europa, um sein Inneres zu erfassen“

Auf Englisch und auf Französisch

[5] Paptsrede bei der Verleihung des Karlpreis, Text: Die Papst-Ansprache im Wortlaut: Was ist mit dir los, Europa? 

“Die Wurzeln unserer Völker, die Wurzeln Europas festigten sich im Laufe seiner Geschichte. Dabei lernte es, die verschiedensten Kulturen, ohne sichtliche Verbindung untereinander, in immer neuen Synthesen zu integrieren”.

[9] Sogar eine Bekannte aus meinem ehemaligen Zentrum hat sich mir gegenüber als Pegida- Sympathisantin geoutet. Na ja, wenn ich denke, dass Jürgen Liminski Autor der “Jungen Freiheit” ist und Frau Kositza lobt…. (Jürgen Liminski – Laudatio auf Ellen Kositza 1 und Jürgen Liminski – Laudatio auf Ellen Kositza 2).

Auf der anderen Seite wurde ich im September 2015 zurechtgewiesen, weil ich angeblich “etwas gegen Birgit Kelle und gegen Putin” (!) als Status in Facebook geschrieben haben soll. Mir wurde nicht gesagt, was oder wann. Mit anderen Worten, es wurde versucht, mir einen Maulkorb zu verpassen. Übrigens: Auch ich liebe Russland. Genau deshalb wünsche ich mich ein Russland ohne Putin.

[10] So weit ich weiß, war Andreas Püttmann der erste, der über das Thema “Rechtsgläubigkeit und Rechtgläubigkeit” sprach. Und zwar in Christ und Welt Falsche Verbündete

[18] Die Vorboten der rechten Revolution “Fremde Einflüsse werden als Gefährdung der eigenen kulturellen Identität wahrgenommen. Kritiker sehen im Ethnopluralismus einen Rassismus ohne Rassen, da wesentliche Merkmale des klassischen Rassismus auch im Ethnopluralismus zu finden seien, dieser jedoch auf historisch vorbelastete Termini wie eben den Rassenbegriff verzichte”

[21] “Unter ihnen war Klaus Martin Becker, der erste Numerarier”, aus einem Artikel in Gloria TV. Es ist interessant, den Artikel über Gloria TV in Wikipedia zu lesen.

[23] Raddatz wird von PI und Idea reichlich zitiert. Junge Freiheit veröffentlicht oft seine Texte wie dieJüdische Allegemeine beklagt.

Siehe sein Vortrag mit dem suggestiven Titel Expansion des Islam in Europa, gehalten bei einer sog. Bürgerbewegung Pax Europa, die von bayerischem Verfassungsschutz observiert wird: “Bei der BPE Bayern handelt es sich um eine verfassungsschutzrelevante islamfeindliche Bestrebung außerhalb des Rechtsextremismus, die den Islam insgesamt als „vorsteinzeitliche, nazistische und frauenverachtende Ideologie“ ansieht”. Siehe Pressemitteilung aus aktuellem Anlass

[24] Andere Bücher, die ich bei meinem letzten Besuch in meinem Zentrum auf dem Tisch gesehen habe waren zum Beispiel “Russland verstehen” von Krone-Schmalz und “Gender Gaga” von Kelle. Alternativen gab es nicht. 

[26] Karl Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, 1975, S. 146.

[28]  Bednarz / Giesa, “Gefährliche Bürger”, Seite 133.

[29] Interessant ist das Parteiprogram der AfD zu lesen. Danke an correctiv für das uploaden

[30] Vgl. Escrivá, Gespräche, Nr. 98 und viele anderen Stellen.

[31] Cfr. Bednarz / Giesa, “Gefährliche Bürger”, Seite 133.

La insana e insanta alianza

Hace algunos días, el portavoz de la Unión social cristiana de Baviera en el parlamento bávaro, me preguntó -a través de Twitter y en forma polémica- qué entendía yo por Rechtskatholik. Esto es por católicos de derecha. Le contesté que un católico de derecha -o más bien de extrema derecha- es esa persona que ha caído en la trampa de la llamada alianza nada de santa entre la religión, en una versión ultraconservadora, y el populismo de derecha[1]. Estamos pues, frente a una unión, a un acuerdo tácito de carácter clerical entre un grupo de católicos -y protestantes- ultra conservadores y sectores políticos de extrema derecha.

Esta es una alianza no sólo no-santa, sino que también sumamente insana. Hemos llegado a un punto en que se puede hablar de una unión, no sólo con el populismo de derecha, sino abiertamente, de un acuerdo con la extrema derecha o con la derecha radical o radicalizada. Y que se radicaliza cada vez más, en un movimiento del tipo “un paso atrás, para dar dos adelante”..

Los “grupos políticos de extrema derecha ofrecen a los cristianos ultraconservadores lo que ellos no encuentran en otros partidos: rechazo al aborto, un supuesto fortalecimiento de la familia, pero en el sentido del familialismo (…) sobre todo, un gran rechazo frente a la homosexualidad en particular y al llamado gender[2], en general”.

Su posición anti-aborto parece estar más basada en una política de conservación o aumento de la población nacional, que en una verdadera actitud cristiana de sí a la vida, de defensa de la vida[3]. Su política familiar parece, en general, una política poblacional, más que una forma de promocionar la familia basada en ideales cristianos de amor, caridad, de apertura, comprensión o de cariño. De partida, me parece que pocas cosas hay más destructoras de la familia que el familiamismo[4].

Pero, sobre todo, encuentran en ellos, un aliado en su lucha contra el Islam. No contra el islamismo, contra el salafismo violentista, ni contra el terrorismo islámico. No, para ellos, el islam, o más bien, cada musulmán, cada musulmana, es el enemigo. Los cristianos seríamos las víctimas de los musulmanes[5]. Este hacerse la víctima es, en estos sectores, un argumento. Es más, más de una vez, observo que victimizarse es su único argumento… Perdón, pseudo-argumento[6]. Intentan presentar al Islam como el enemigo de los cristianos. Por eso, se insiste en que los terroristas musulmanes matan cristianos -lo que hacen- pero nada se dice de los musulmanes asesinados por los terroristas islámicos. Otto von Habsburg nos explicó muchas veces, con su gran clarividencia y bondad que las primeras, principales y más numerosas víctimas del terrorismo islámico, son los musulmanes.

Habría un clash of civilizations, un choque de civilizaciones entre el cristianismo -representado por los mismos sectores de la extrema derecha pseudo-cristiana europea- y el mundo musulmán. Al respecto, el cardenal Marx, arzobispo de München y presidente de la Conferencia episcopal de Alemania aclara que él no ve ningún plan de islamización. Explica que los refugiados (rechazados por estos sectores radicales), huyen precisamente de los islamistas que persiguen algo así como lo quie llamaríamos una islamización[7]. “No hay un frente islámico común contra Occidente o contra los cristianos”. ”Acerca de un supuesto enfrentamiento entre cristianos y musulmanes, el gran conflicto, que es instrumentalizado políticamente, tiene lugar entre musulmanes, entre shiitas y sunitas”[8].

En realidad, estos grupos son quienes pretenden crear un clima de odio religioso. Intentan aprovecharse del cristianismo, utilizarlo para sus mezquinos fines que tienen como objetivo sembrar el odio entre cristianos y musulmanes[9] aclara el cardenal Marx. Observo que muchas veces quieren meter a los judíos en su juego del odio, pero ellos “no pisan el palito”, ya que los judíos tampoco son tontos

Es super fácil -y parte de su narcisismo- abajar a los musulmanes al estilo en que lo hace Thilo Sarrazin, intentar quitarles todo su valor, para así aparecer mejor ellos mismos. Subirse encima de los hombros -o más bien de las cabezas, de los cuerpos de los demás- pisotearlos, para estar ellos más alto. Mucho de maniqueísmo hay en esto: todo lo bueno son ellos. Todo lo malo son los demás. Los critícos de afuera, y también los de adentro, están podrídos, dicen.

Aliándose con los cristianos de extrema derecha, los grupos políticos extremistas ganan en este punto, ya que así pueden proseguir su cruzada contra los extranjeros, en general y contra los refugiados, en particular. Olvidan que los refugiados son nuestros hermanos. La inhumanidad es, por ellos, estilizada como una tendencia natural a la autoconservación[10], a la preservación de una raza o cultura como le llaman ahora, para no despertar sospechas nacional socialistas[11].

Pero no crean que estos cristianos aliados de los populistas son meras víctimas de la política de extrema derecha. Para hablar con Carl Schmitt, uno de sus autores favoritos, ellos dan; pero también toman[12]. Son así beneficiarios de la política de los grupos populistas y extremistas, con quienes -en realidad- han teminado identificándose, en una simbiósis altamente reprobable.

El primer reportaje sobre el tema “cristianos de extrema derecha” es de la periodista Veronika Wawatschek[13] de la Radio y televisión de Baviera[14]. En él, explica que, bajo el manto protector de la Iglesia, se ha formado una oposición política extraparlamentaria y contraria a la democracia. Su motor es ell miedo al cambio, a los homosexuales, a los musulmanes, incluso a los judíos. El grupo es numéricamente pequeño; pero muy influyente[15]. Gracias a Dios, el intento de personas “influyentes” para que la radio bávara sacara el podcast de internet no han tenido resultados; pero los artículos en contra de su autora son incontables.

A la desesperación de los católicos alemanes de extrema derecha contribuye la elección del Papa Francisco. Al schock de la renuncia del Papa alemán, se suma la elección del Papa argentino, un hombre que califican como crítico de la Iglesia. Ellos, que han sido valuarte, atalaya, bastión de la defensa de la Iglesia católica, ven ahora aterrados que el mismo Papa hace causa común con los por ellos llamados críticos de la Iglesia, sus enemigos, a quienes ellos combatieron durante tanto tiempo desde la primera línea de la batalla. Se da la paradoja que los católicos pro Papa se hayan hoy en la oposición al Papa actual. De ahí a considerarlo ilegítimo hay un paso.

Sí, Francisco es un shock para ellos, un gran schock. Los antes “católicos fieles a Roma”, ahora se sienten ellos mismos traicionados por el nuevo Papa. La destitución de Tebartz van Elst es -para ellos- un trauma superarable[16]. El nuevo Papa ya no hace lo que ellos consideran correcto. Algunas veces, a ellos les parece que Francisco hace algo bueno, lo autorizan, dan al Pontífice su placet y se felicitan a sí mismos; pero prima la conducta de rechazo, de vergüenza o de pasar en silencio lo que Francisco hace o dice. Para colmo de males, Francisco está “a favor de los refugiados”, no sólo los visita y les lava los pies, también cuando han cometido un delito y están en la cárcel, sino que inicia todo este movimiento de ayuda y acogida a los refugiados con su viaje a Lampedusa[17]. Y después a Lesbos, noticia que los católicos de extrema derecha han pasado en silencio, no dicen nada, la ignoraron por completo.

Los católicos de extrema derecha tiene medios de expresión propios, que están en comunión con los medios de la extrema derecha y con medios de los protestantes de extrema derecha, en un insalubre ecumenismo[18]. Se colocan recíprocamente banners y links y se recomiendan entre ellos. Se entrevistan unos a otros. Se hacen propaganda, invitan y elogian sus eventos, de los cuales también informan con gran encomio. Se puede decir que estos medios, más que informar, desinforman. Forman así un grupo mediático cerrado que, si se abre, lo hace sólo para criticar, o más bien, para lanzar sus dardos envenenados contra los medios pre-existentes y que no pertenecen a su reducido círculo, sino que forman la “prensa de la mentira”, Lügenpresse o prensa de Pinocho. Han configurado una especie de mundo paralelo: tienen sus páginas exclusivas y muchas de ellas cerradas. Foros a los que no puedes entrar, que no puedes ver. Después de años de hablar mal de Facebook, los católicos de derecha alemanes han descubierto esta red social, lo que ha llevado a que Facebook-Alemania se haya  convertido en una verdadera pesadilla.

En este mundo paralelo, no se admite contradicción (la poca que se acepta, debe ser mínima). Se busca la ratificación, la confirmación de sus palabras. En él, es imposible el diálogo. Prima el pensamiento único… de la libertad de los hijos de Dios, queda poco y nada[19]. Consideran la contradicción como censura. Intentan hacer callar o poner un bozal a quien se atreve a contradecirlos. Siendo ellos los primeros en censurar, apartar y excluir a quienes, desde dentro de grupos católicos, se han atrevido a levantar la voz y a decir que no es bueno, asociarse a los extremistas de derecha. Tampoco tienen miedo a la denuncia de tal o cual persona[20].

Están convencidos que la Iglesia va a reducirse, a encogerse, a disminuir el número de sus miembros “de manera saludable”, quedando “adentro” sólo quienes son verdaderamente católicos: según  ellos, sólo ellos mismos. En otras palabras, plantean que se irán de la Iglesia todos quienes no piensan/pensamos como ellos. Ellos serían los únicos verdaderos católicos, poseedores de la fe verdadera. Ni siquiera el Papa -el actual- es tan católico como ellos. Caen así en un elitismo inaceptable. Parece que tuvieran una verdadera fruición en ser minoría exclusiva, ángeles exterminadores que castigan a los demás. Como dice un amigo mío periodista y que conoce el tema, si realmente, pasara esto, la Iglesia, en vez de reducirse a un núcleo saludable, se encogería hasta quedar sólo miembros enfermos.

El Papa Francisco ha hablado reiteradamente del narcisismo dentro de la Iglesia y pienso que son precisamente estos sectores, quienes más lo sufren. Su falta de empatía es aterradora, lo que, para mí, quedó claramente demostrado en la época en que se conocieron los abusos sexuales a menores, los llamados escándalos de pedofilia en colegios e instituciones de la Iglesia. Me atrevo a decir que la carencia de empatía es una de las condiciones indispensables para ser parte de este sector y una de las razones que han llevado a esta insana alianza, ya que la carencia de empatía va de la mano con el rechazo a los refugiados.

El Papa Francisco habla de la teología narcisista y dell llamado “neopelagianismo autorreferencial y prometeico de quienes en el fondo sólo confían en sus propias fuerzas y se sienten superiores a otros por cumplir determinadas normas o por ser inquebrantablemente fieles a cierto estilo católico propio del pasado”[21] [22]. “Es una supuesta seguridad doctrinal o disciplinaria que da lugar a un elitismo narcisista y autoritario, donde en lugar de evangelizar lo que se hace es analizar y clasificar a los demás, y en lugar de facilitar el acceso a la gracia se gastan las energías en controlar. En los dos casos, ni Jesucristo ni los demás interesan verdaderamente. Son manifestaciones de un inmanentismo antropocéntrico. No es posible imaginar que de estas formas desvirtuadas de cristianismo pueda brotar un auténtico dinamismo evangelizador”[23] [24]. No, puesto que son grupos estériiles, sus organizaciones no tienen vitalidad, son infértiles, están envejecidas y sin vocaciones. De lo que generalmente culpan a los demás, a la sociedad, a la modernidad, al liberalismo, a los refugiados, a Merkel… O quién sabe a quién más.

La influencia de la Rusia de Putin[25] es más compleja que manera que podría ser tema de una columna. La preferencia por la liturgia ortodoxa sobre nuestra austera liturgia romana es otro punto que veo comentar entre los católicos de extrema derecha desde hace años. La idea de que “la salvación viene del Este”, no del decadente Occidente. Todo esto ha ido preparando, durante décadas, un ambiente de rechazo a Occidente considerado como Gayropa. La participación en el Congreso de la Familia en Moscú en septiembre de 2014 fue -para mí y para muchos otros- una de las gotas que rebalsó el vaso[26]. Por otra parte, muchos de los medios católicos aliados de la extrema derecha tienen contactos íntimos con Rusia[27].

Luego de haber escuchado y leído defensas de Putin, entre mis amigos y amigas católicos de extrema derecha, de la supuesta superioridad del Patriarca ortodoxo Kirill sobre el Papa Francisco, concluyo que, parece que el tiempo ha pasado en vano y que se pone en duda lo que los historiadores llaman “el largo camino de Alemania hacia Occidente”… Sí, el enemigo común es Gayropa, son los homosexuales[28], es el gender, el liberalismo, la democracia, el parlamentarismo, la tolerancia, los Estados Unidos (el antiamericanismo es un componente muy importante de la nueva ideología de estos grupos ultras), la Unión Europea, el Parlamento europeo.

Karl Popper enseña que, el paso de una sociedad cerrada hacia una sociedad abierta origina grupos reaccionarios que quieren volver a la sociedad cerrada, a la sociedad tribal[29] homogénea, todo lo contrario a una sociedad global, abierta. Pienso que el surgimiento de estos grupos se inscribe dentro de esta rúbrica.

La crítica social es buena y necesaria. A veces, es imprescidible ir contra corriente; pero no siempre. Ir contra corriente no es lo mismo que convertirse en un necio conductor que se mete contra el tránsito[30] y choca a los autos que vienen en su contra y que, al mismo tiempo, les grita que él (o ella) está en la razón y todos los demás, van en sentido incorrecto. Lo que es peor, para hablar con San Mateo: se puede decir, que este tipo de gente “no entra, ni deja entrar”.

Sí, hay que ver qué es lo que está bien y que es lo que está mal en la sociedad. Y tratar de mejorarlo. Pero claro, si le dices esto a los católicos de derecha, te dirán que eres naiv, ingenua, liberal de izquierda y que nuestro mundo europeo es totalmente mal, que vendrá una hecatombe, donde sobrevivirán sólo ellos, que son los únicos que están en la verdad. Sorry, yo no puedo creer que el mundo sea malo; el mundo es bueno, porque salió de las manos de Dios[31]. Lo que está mal en la sociedad, eso lo tratamos de cambiar; por los medios democráticos, dentro del rayado de la cancha. No a través de una hipotética revolución conservadora[32], ridícula y peligrosa. Ni tampoco por medio de desobediencia civil, ni de un supuesto derecho de resistencia[33], como pretenden los sectores extremos en su insanta e insana alianza[34].


[1] En efecto,  febrero pasado, escribía en mi columna El surgimiento de una nueva derecha en Alemania: “ha surgido una insana alianza entre grupúsculos cristianos ultraconservadores y grupos políticos de extrema derecha. Esto es algo alarmante -que perjudica enormemente a la Iglesia- y que incluso observo entre mis conocidos desde hace ya tiempo. Este fenómeno fue analizado de manera brillante en el ensayo publicado por la Fundación demócrata cristiana Konrad Adenauer el verano pasado”. El ensayo al que me refiero es: Andreas Püttmann, Liane Bednarz: “Unheilige Allianzen: Radikalisierungstendenzen am rechten Rand der Kirchen”, Monitor Religion und Politik de la Hauptabteilung Politik und Beratung, Konrad-Adenauer-Stiftung.

[3] Ver Ser y parecer defensores de la vida “Cuánto enriquece tener amigos de otros partidos políticos, otras profesiones, religiones, nacionalidades y culturas. Ser y parecer abierto abre un mar sin orillas. Tratar y querer a la gente más variada amplía la mente y ensancha el corazón. Alguien así recibe mucho y entrega más”. Recomiendo seguir a Enrique Sueiro @eqsueiro en Twitter.

[5] Un amigo apoya a la AfD en Facebook. Le pregunto por qué lo hace. Me contesta que porque a Sven von Storch le rompieron los neumáticos del auto. Reprobable que lo hayan hecho. Pero ¿justifica esto apoyar a la AfD? Me parece que no. Su argumento es el típico argumento victimista.

[6] En este contexto, se inscribe el artículo de Rhonheimer en el NZZ, quien habla de una por él supuesta “licencia para matar en el Islam”, tesis que no tiene asidero. A ella me referí críticamente, en noviembre pasado en mi columna La prohibición de matar en el Islam 

Días más tarde, ne encontré con este “aviso” en la ventana de un centro cultural musulmán, en mi pueblo: La prohibición de matar en el Islam, en una ventana

[7] “Befürchten Sie die Islamisierung Deutschlands? Nein. Dafür bräuchte es eine Strategie, und wer sollte diese betreiben? Der Islam ist keine einheitlich strukturierte Religionsgemeinschaft. Die muslimischen und auch viele christliche Flüchtlinge riskieren die lebensgefährliche Reise, um bei uns in Frieden zu leben. Übrigens fliehen sie oft genau vor den Leuten, denen wir so etwas wie den Versuch einer Islamisierung zuschreiben würden. Nein, auch wenn es sicher Gruppen gibt, die die Not der Menschen ausnutzen wollen – einen globalen Plan zur Islamisierung kann ich nicht erkennen”.

Entrevista con el cardenal Marx en la revista Change, de la Fundación Bertelsmann: “Wir müssen es schaffen!”

[10] Es la idea espresada por Rafael Seligmann: “Inhumanität, die sich als Selbserhaltung stilisiert”, en “Verschwörung gegen die Menschlichkeit”, Jews Voice of Germany, edición en alemán de abril 2016 en papel, página 2 (en inglés -pero sin la misma fuerza que el original alemán: The Plot Against Humanity).

[11] Cfr. “El etnopluralismo postula que las diferentes culturas o etnias (evitan hablar de raza) deben vivir separadas en un determinado territorio (evitan usar el término Lebensraum), sin “mezcla” entre ellas. O sea, podemos ir de visita o como turistas al extranjero; pero no mezclarnos con los extranjeros cuyo país visitamos, ni ellos con nosotros. De ahí su rechazo a los refugiados y a los extranjeros en general”. Nos guste o no, en realidad todos somos africanos

[12] Geben und nehmen.

[13] @PendaAndika en Twitter.

[14] APO von christlich-rechts? Jueves 19.02.2015 (20:03 a 21:00 horas). El Podcast está disponible en Bayern 2.

[15] El sociólogo Andreas Kemper hace ver lo que yo llamaría la nobility connection.

[16] Ver artículo de Bernd Hagenkord, en el blog de Radio Vatikan, de julio de 2014: Scheuklappen-treu “”

[18] NDR hizo un muy buen reportaje sobre el tema: medios de prensa cristianos como plataforma para la AfD: Christliche Medien: Plattform für die AfD?

[19] Esto, lo he sufrido en carne propia. Ver mi artículo autobiográfico ¿En qué se parecen John Boehner y yo? (en alemán: Bye Bye).

[20] Puedo citar el caso de una abogado amiga mía que se atrevió a contradecirlos: personas “influyentes” de estos sectores llamaron incluso a los jefes de la oficina de abogados, para exigir que la echaran del trabajo. Nunca creí que en Alemania del siglo 21 se llegara a esto.

[21] Evangelii Gaudium, número 94.

[22] Los católicos de derecha en Alemania se caracterizan por esa añoranza enfermia del pasado. Como me explicaba Jutta, de la edad de oro del catolicismo alemán, de los años 50 del siglo pasado.

[23] Evangelii Gaudium, número 94.

[24] “Cuando la Iglesia no sale de sí misma para evangelizar deviene autorreferencial y entonces se enferma (cfr. La mujer encorvada sobre sí misma del Evangelio). Los males que, a lo largo del tiempo, se dan en las instituciones eclesiales tienen raíz de autorreferencialidad, una suerte de narcisismo teológico. En el Apocalipsis Jesús dice que está a la puerta y llama. Evidentemente el texto se refiere a que golpea desde fuera la puerta para entrar… Pero pienso en las veces en que Jesús golpea desde dentro para que le dejemos salir. La Iglesia autorreferencial pretende a Jesucristo dentro de sí y no lo deja salir”. El texto es conocido, lo tomo de No a la teología narcisista, dice Francisco

[25] Como rusofila, sólo puedo decir que Putin no es Rusia y que Rusia no es Putin. Cuando hace tiempo, mis amigas rusas me decían que Putin era un muy mal presidente, yo pensaba que exageraban. Ahora creo que mis amigas se quedaron cortas….

[26] Recomiendo de Andreas Püttmann: Putins nützliche Idioten o “los tontos útiles de Putin”.

A este Congreso, realizado en medio de la anexión de Crimea y de la ocupación del Este de Ucrania y en el cual participaron funcionarios del gobierno de Putin y sus oligarcas, asistió también el director de la página española Hazte Oir, quien comentó con gran fruición todo lo que veía y admiraba, en Twitter.

[27] Incluso Gloria TV por ej., tiene un impressum de Moscú: Impressum de Gloria TV

[28] En una entrevista, una de sus máximas representantes, Hedwig von Beverfoerde, explica que, si se enseña a los niños en los colegios que la homosexualidad es okay, entonces van a convertirse (!!!) en homosexuales y no se van a reproducir. Y morirá Europa. Su declaración en: APO von christlich-rechts? (de jueves 19.02.2015, 20:03 a 21:00 horas). El Podcast está disponible en Bayern 2.

[29] Karl R. Popper, “Die offene Gesellschaft und ihre Feinde”, 4a. edición, 1975, pág. 21.

[30] En inglés, en un Wrong-way driving. En alemán: Geisterfahrer.

[31] Escrivá. Es Cristo que pasa, número 183.

[33] Los grupos de extrema derecha cristianos y no cristianos, han llamado a la resistencia. Lo que es super peligroso, ya que pone en peligro el estado de derecho.

[34] Y menos mal que están a aprendiendo que, en alemán, la palabra es Widerstand y no Wiederstand como escribían todavía el año pasado.

El universalismo y los refugiados

Se dice que las iglesias (católica y evangélica) tienen una doctrina universalista. O más bien se las critica: sufren de universalismo, que sería la característica de una religión que pretende estar abierta a todos, independientemente de su origen étnico. Su fundamento: el mensaje de salvación fue dirigido a todos los hombres y mujeres, de todos los tiempos, de todas las etnias y sin considerar frontera alguna. Sería lo contrario a las religiones nacionales, tan propias del protestantismo europeo que surgió en la Edad moderna[1].

Quienes están en contra de la política de no cerrar las fronteras a los refugiados, de darles asilo, de acogerlos (temporalmente o para siempre), de continuar garantizándoles un proceso acorde a derecho destinado a determinar si son realmente perseguidos o no…  A todos quienes estamos de acuerdo con ello y somos cristianos, se nos tilda de universalistas.

Se dice incluso que esto lo planteó Uno di Fabio[2], aunque no encuentro ninguna cita del profesor de la Universidad de Bonn que lo corrobore. Se podría pensar que la crítica al universalismo, a la política del gobierno la habría formulado en su Informe[3] elaborado por encargo de los Ministerios bávaros de Interior y de Justicia[4]: Migrationskrise als föderales Verfassungsproblem Pero en su conocido y controvertido Informe[5], no encuentro nada sobre universalismo.

Encuentro sí algo en un evento[6] de la Iglesia evangélica, de noviembre de 2015. En su charla, Di Fabio se refiere al desarrollo histórico durante la Edad moderna. Contrapone el universalismo católico (que califica como una ficción) previo a la Reforma protestante y que ha pervivido en el catolicismo, a la formación de los estados nacionales, Los estados nacionales serían expresión del particularismo antiuniversalista moderno.

Hoy en día, la Iglesia evangélica -al menos en Alemania- es también universalista, como ha sido la Iglesia católica desde siempre[7], en su enseñanza y magisterio. Distinta es la actitud de algunos católicos de corazón particularista. La virtud de la magnanimidad, la generosidad, se enfrenta al vicio del egoísmo y lo supera. Un corazón grande triunfa sobre el corazón de piedra[8]. Cómo se vería Europa particularista, esto es, nacionalista y de fronteras cerradas[9] es algo que prefiero no imaginarme.

El llamado universalismo cristiano -defendido hoy de igual manera por las “dos iglesias”- lleva a que la política del gobierno alemán, de acogida e integración de los refugiados, en un marco de fronteras abiertas, cuenta con el apoyo eclesial irrestricto. Es precisamente lo que el cardenal Marx (Pdte. de la Conferencia episcopal alemana) señalaba en febrero de este año: “Tengo el máximo respeto por la señora Merkel y su política, su valor y su disposición a asumir responsabilidad en una situación difícil. Ella no es ingenua, sino reflexiva. La política significa, no sólo seguir los estados de ánimo -lo que sería más fácil- sino guiarse por objetivos y principios”[10].

Desde altos personeros de la Iglesia, hasta párrocos de pueblo[11], llaman a acoger, ayudar e integrar a los refugiados. Sí, a acoger, ayudar a integrar a todos los refugiados y no sólo a los refugiados cristianos. Por ello son criticados como “universalistas”, término que ha pasado a ser casi una ofensa que se lanza en contra del “enemigo” político.

En efecto, según algunos tendríamos que ayudar -si es que se ayuda a alguien- sólo a los cristianos. Y a los no-cristianos, simplemente no ayudarlos; menos que a nadie, a los musulmanes. Es la postura neo-particularista -permítanme llamarla así- de algunos países del Este de la Zona euro y de algunos cristianos de extrema derecha y/o ultra conservadores o simplemente nacionalistas en Alemania[12] .

Según estas personas, un país debería acoger sólo a las personas de su misma religión y no de otra. A mi modo de ver, proponer algo así es realmente sin sentido, inhumano y absolutamente falto de empatía. Me pregunto qué habría pasado con los judíos que huyeron del Holocausto si no hubieran sido recibidos y acogidos, por ejemplo, en nuestros países americanos de raíces cristianas.

Observo asimismo que los medios de católicos de extrema derecha y/o ultra conservadores, al igual que los medios de esa minoría evangelical que se ha aliado a las fuerzas políticas reaccionarias y xenófobas, pone de manifiesto reales y supuestas persesuciones a cristianos, especialmente en países musulmanes. Pretenden crear así un clima de odio religioso. Me parece que intentan aprovecharse del cristianismo, ultilizarlo para sus mezquinos fines que tienen como objetivo sembrar el odio entre cristianos y musulmanes. Para esto, intentan reiteradamente utilizar a los judíos alemanes, pero la inmensa mayoría de los judíos no caen en la trampra porque los judíos tampoco son tontos.

Esta semana, a propósito de las elecciones en tres Länder el domingo pasado -que llamamos jocosamenta “Super Sunday” (ver mi artículo sobre el tema en Ciudad Liberal, de Chile), el periodista y cientista político Andreas Püttmann[13] fue entrevistado en la radio de la Catedral de Colonia[14].

Sobre la AfD[15], Püttmann dice que esta es una secta de personas con miedo. La Afd es una minoría que ha logrado reunir el elemento de protesta y movilizarlo para que concurra a las urnas. Muchos de sus nuevos electores es gente que generalmente no se ha interesado en la política y por eso, no votaba; que tampoco tiene la capacidad de pensar en forma diferenciada. Con esto último, quiere decir que son simples o simplones… sí, es lo que yo también observo.

La tarea de la Iglesia -continúa Püttmann- es dar testimonio de Jesucristo y, con ello, de la dignidad humana (de humanidad, diría yo). Desde este punto de vista, es una obligación que la Iglesia, que los obispos y las organizaciones de laicos, se distancien con claridad, de su pensamiento racista, de sus fantasías de violencia (por ej., sacar del país con rumbo a Chile a la canciller Merkel, en una camisa de fuerza). Que se distancien del enorme déficit de empatía frente a las personas que sufren. Sí, para un cristiano, el prójimo no es el Volksgenosse, esto es, el camarada nacionalista de la misma etnia. Esto, me parece que es fundamental en el cristianismo. Todos los cristianos tendríamos que dar testimonio en este sentido.

El domigo pasado, en la misa de 18 horas -inmediatamente antes de que se conocieran los resultados de la votación de Super Sunday-, el párroco Wolfgang Picken, dedicó una tercerca parte de su prédica a hablar contra la AfD. De partida, hace ver, con razón, que la Iglesia tiene el perfecto derecho a hablar de política (yo diría que tiene el deber, ver mi artículo La AfD y el Opus Dei[16]). “Tiene que hacerlo y debe hacerlo” explica Picken.

Dice que la AfD, para un cristiano, no es votable. Es antihumana, en el sentido que desprecia a seres humanos (menschenverachtend). No tiene compasión frente a extranjeros y a refugiados. Nuevamente, concluyo: no es universal. Su amor al prójimo es un amor sólo al que pertenece a su grupito y no va más allá. Continúa: la AfD crea un clima de miedo y de odio. Gente que sostiene que se puede disparar a refugiados, ha abandonado la comunidad de los cristianos. Es un mandamiento de la misericordia cristiana levantar la voz y no callar frente a este tipo de cosas[17].

Esta semana -y con esto termino esta columna que, nuevamente, va a ser más larga de lo que me propuse- aparece una entrevista al cardenal Marx en el FAZ, con el interesante título: Señor cardenal: ¿Tenemos que amar a todos?[18]. Es la pregunta clave del llamado universalismo. Los particularistas, los anti-universalistas opinan que debemos amar sólo a los nacionales (nacionalistas) o sólo a los católicos o sólo a los otros cristianos (particularismo religioso).

La respuesta del cardenal arzobispo de München es muy clara: “una preocupación especial por los cristianos es algo que no nos queda bien a nosotros como Iglesia (…). Nosotros no podemos decir: te ayudamos sólo si eres cristiano”[19].

Acerca de un supuesto enfrentamiento entre cristianos y musulmanes, explica Marx, que el gran conflicto -que es instrumentalizado políticamente- tiene lugar entre musulmanes, entre shiitas y sunitas. No hay -aclara- un frente islámico común contra Occidente o contra los cristianos[20]. Pienso que esto deberían oírlo todos aquellos que tejen, creen y progapan teorías de la conspiración del tipo nueva guerra religiosa.

Por último, el cardenal lanza el balón hacia el campo musulmán: sobre el enfrentamiento entre shiítas y sunitas -un tema para los teólogos islámicos- llama a que las autoridades musulmanas a acercase recíprocamente, especialmente las de Irán y Arabia Saudita. Ellos nos deben demostrar que el Islam es realmente una relgión de paz[21].

En otras palabras, si continúan en esto que yo llamo una verdadera guerra civil dentro del Islam, pueden olvidarse de que alguien les crea aquello de que Islam significa paz. Para el mundo islámico, la primera prioridad debería ser acabar definitivamente con estos conflictos internos, similares a los que durante siglos existieron en Europa entre católicos y protestantes. Hoy casi totalmente superados.


[1] Hace pocos días, conversaba con una gran amiga danesa, quien me decía, entre risas: la cabeza de mi Iglesia evangélica es la Reina Margrethe II de Dinamarca.

[2] Lo señaló Patrick Bahners @PBahners en el FAZ Flüchtlinge ins Boot!

[4] Tengo el mail original enviado por dichos ministerios al ministro presidente de Baviera.

[7] Stefan-Ludwig Hoffmann (profesor asociado de la University of California, Berkeley), en una réplica a Di Fabio en un cuaderno de la Fundación Adenauer (Zur Kontingenz der Menschenrechte: Replik auf Udo Di Fabio) comienza diciento que Di Fabio afirma que los derechos humanos o son universales o no son nada (“Die Menschenrechte sind universal – oder sie sind nicht”).

[8] “y os daré un corazón nuevo, y os infundiré un espíritu nuevo; arrancaré de vuestra carne el corazón de piedra, y os daré un corazón de carne”, Ez 36,24-28

[9] Así se vería Europa si cerráramos las fronteras: Aniversario de la Caída del Muro

[10] “Kardinal Marx: Ich habe höchsten Respekt vor Frau Merkel und ihrer Politik, ihrem Mut und ihrer Bereitschaft, in dieser schwierigen Situation Verantwortung zu übernehmen. Sie handelt nicht blauäugig, sondern durchdacht. Politik bedeutet eben, nicht nur einfach Stimmungen zu folgen, sondern Zielen und Prinzipien”. En la página de la Conferencia episcopal: Interview von Kardinal Reinhard Marx in der „Passauer Neuen Presse“ vom 6. Februar 2016

[11] Es lo que llevó al párroco de Zorneding, al africano Olivier Ndjimbi-Tshiende, a criticar a políticos social cristianos de su comuna debido a su racismo. Como consecuencia recibió amenazas de muerte que lo obligaron a abandonar la ciudad. Aparte de ofensas de carácter racista hacia el congolés, ofensas públicas y escritas por funcionarios locales de la Unión social cristiana de Baviera (CSU).

El arzobispo de Bamberg, Ludwig Schick, ha recibido también amenazas de muerte debido a su oposición a movimientos xenófobos como Pegida.  

[12] Los llamados católicos de derecha (Rechtskatholiken) y la mitad o probablemente más, de los evangelicales (similares a los llamados fundamentalistas en los EEUU).

[13] @Puettmann_Bonn en Twitter.

[16] Una versión alemana de ese artículo: Distanziere Dich!

[17] Después de volver a la casa, con un amigo, hicimos un resumen de las frases más importantes de la prédica. “Für einen Christen ist die AfD nicht wählbar. Sie ist menschenverachtend. Kein Mitleid mit Fremden und Flüchtlingen. Die AfD schürt ein Klima der Angst und des Hasses. Die Kirche kann und muss sich über Politik äussern. Leute, die von Schießbefehl reden und gegen Flüchtlingen sprechen haben die christliche Gemeinschaft verlassen. Das ist absurd, diabolisch, pervers. Gebot der christlichen Barmherzigkeit: die Stimme erheben und nicht schweigen”.

[19] “Eine besondere Sorge um die Christen steht uns als Kirche nicht nur gut an, sondern wir haben hier einen konkreten seelsorgerlichen Auftrag. Wir können aber nicht sagen: Nur wenn du Christ bist, wird dir geholfen”.

[20] “Der große religiöse Konflikt, der natürlich politisch instrumentalisiert wird, verläuft zwischen Schiiten und Sunniten. Es gibt keine einheitliche islamische Front gegen den Westen oder gegen die Christen”.

[21] “Das ist zunächst ein Thema für islamische Theologen. Wir appellieren an die muslimischen Autoritäten, aufeinander zuzugehen. Das erwarte ich besonders von Iran und von Saudi-Arabien. Das sind sehr stark von der Religion geprägte Staaten. Sie müssen einlösen und klären, was sie immer sagen: dass der Islam eine friedliche Religion ist”.

Nuestros hermanos los refugiados

Puede ser que no nos gusten los refugiados… Que no nos gusten ni sus ojos, ni su pelo, ni su nariz, ni sus manos, ni sus piernas, ni sus pies… Puede ser que no nos guste la ropa tan colorida de sus mujeres o tal vez no nos guste que algunas de ellas no usen ropa colorida, ni que a sus hombres les guste tanto el blanco, o que les guste el negro… Puede ser que no nos guste su comida, ni sus shishas, ni su idioma, ni su religión, que nos guste ni Alá ni Zoroastro, ni el arcaico Dios cristiano de los caldeos, ni tampoco la perla de los yazidis 1. Que no nos gusten los colores de su piel, ni de sus ojos, ni de su pelo, ni sus peinados, ni sus cejas, ni sus pestanas… Ni el maquillaje de sus mujeres, alheña, arjeña o henna de sus mujeres.

Puede ser que los refugiados nos caigan muy mal. Una amiga me dice que amigos suyos de Hungría le contaron que los refugiados son super desagradables y violentos. ¿Será así? ¿¡Debemos suponer, en consecuencia, que merecen entonces el trato que les dan en el país de los Hunos!? Me pregunto si depende de como nos caiga una persona, si la consideramos como persona, si la tratamos como un ser humano igual a nosotros y no como animal 2. Si reconocemos sus derechos fundamentales y su dignidad humana. La Ley fundamental de Alemania, en su primer artículo -que es programa- nos dice que “La dignidad humana es intangible”. ¿Lo vivimos?

No depende de si los refugiados nos caen bien o no. En realidad, ni los conocemos. Salvo una joven amiga que hace dos días, recibió por una noche. a ocho de ellos, en su departamento de estudiante, en Viena.

Esta manaña, la página de la Iglesia católica en Alemania (la página oficial, no alguna página privada que de católica sólo tiene el nombre y más se parece a una nueva secta) publicó una corta entrevista al cardenal Reinhard Marx, arzobispo de München y, junto con el cardenal Woelki, arzobispo de Colonia, uno de los dos más importantes de Alemania 3.

Más serio que nunca, el cardenal habla en este video, titulado “nuestra identidad cristiana estaría en peligro si no ayudáramos a los refugiados”, sobre lo que en la Iglesia, se llama la filiación divina. Explica que los cristianos creemos que cada ser humano es hijo de Dios. “Cada persona es imagen de Dios: da lo mismo si es negro o es blanco, si es musulmán o cristiano, viejo o joven, enfermo o sano, rico o pobre. Cada uno es hijo de Dios. Esta fraternidad universal es una verdadera revolución”.

Ojo, no somos sólo hermanos y hermanas de otros cristianos, sino de todos los hombres y de todas las mujeres, del mundo. Vivir esta realidad -concluye Marx- nos da una gran fuerza que nos ayuda y nos lleva a vivir la integración. En otras palabras este saberse hermana de los refugiados, puede ser un importante motor de su integración en la sociedad, en la sociedad alemana, en primer término. Lo que no significa asimilación, sino un dar y un recibir.

El cardenal continúa: no seríamos cristianos, si no viviéramos esta realidad, si no aceptáramos, si no ayudáramos y acogiéramos a los refugiados. Sí, el arzobispo se refiere a la integración de los refugiados en la sociedad alemana. Es la cultura de la acogida, de la bienvenida. No una incultura del rechazo. Es expresión de la cultura de la vida de la que hablaba Juan Pablo II.

Las palabras del cardenal Marx me recordaron lo que leí hace un par de días: de la publicista Karen Horn, en su excelente artículo Charity must be the first response to the immigration drama, con el que estoy totalmente de acuerdo y me interpreta plenamente: “tal vez, el fundamento más noble de los principios de mayor relevancia, que nos llevan a acoger a los refugiados, es recordar, una vez más que todos somos hermanos y hermanas”. (Perhaps the noblest of these rules, highly relevant right now, is the one reminding us that we are all brothers and sisters).

El cardenal Marx nos llama a vivir la radicalidad del Evangelio. Que es tanto como decir: la radicalidad del humanismo. La publicista liberal Horn, basada en Smith, Ferguson y Hayek, nos llama a acoger a los refugiados y a lanzarnos en la aventura de su integración, ya que somos todos hermanas y hermanos.

Sólo puedo decir: esta es Alemania luminosa

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1 No hay artículo sobre ellos en Wikipedia en castellano. Aquí en portugués

2 Esta semana, un grupo de verdes austriacas (eran casi sólo o sólo mujeres) viajaron a Hungría y filmaron a los policías húngaros, les lanzan paquetes con comida a los refugiados. Vénalo Uds. mismos: es una verdadera alimentación de los animales. https://www.youtube.com/watch?v=H62JweQXdE0

Entre paréntesis, uno de los problemas más grandes de los refugiados en Hungría es que los policías no hablan inglés… y los sirios, sí.

3 El cardenal Woelki describió, en entrevista de 20 de agosto de este año, los criterios católicos frente a los refugiados: Kardinal Woelki kritisiert selektive Flüchtlingsauswahl der Slowakei “Das ist skandalös”.